Ihr Standort: HomeNewsHerren1-Saison 2015/201618.09.- Man weiß nie, was passiert

18.09.- Man weiß nie, was passiert

Beim Derby zwischen dem BSV Wulfen und der BG Dorsten werden heute ab 20.30 Uhr in der Gesamtschulhalle zwei Spieler ganz besonders im Fokus stehen: René Penders und Christian Marquardt kennen sich nicht nur gegenseitig bestens, sondern haben auch schon für beide Vereine gespielt. Im Interview mit Sportredakteur Jan Große-Geldermann sprechen die Dreier-Spezialisten über den Reiz des Derbys, ihre persönlichen Highlights und die Chancen ihrer Teams heute Abend.

Sie haben beide schon einige Derbys gespielt. Welchen Stellenwert hat das Duell zwischen der BG und dem BSV für Sie?
Penders: Einen sehr großen. Ich spiele gegen meinen Ex-Verein. Das wird ein sehr emotionales Spiel für mich. Ich habe einfach Bock auf das Derby, denn man weiß nie, was passieren wird.
Marquardt: Die Derbys sind die Spiele, auf die man sich in der Saison immer am meisten freut. Die Halle wird voll sein, da sind immer ein paar Extra-Emotionen drin. Und die Spiele sind auch fast immer sehr spannend.
Woran merken Sie, dass die Anspannung in den Tagen vor dem Derby steigt?
Marquardt: Man geht schon anders in die Trainingswoche, weil man weiß, dass ein ganz besonderes Spiel auf einen wartet. Ein Derby ist ungemein wichtig für die Stimmung im Verein. Wir sind mit zwei Siegen gestartet. Aber wenn wir gegen die BG verlieren sollten, kann das ganz schnell vergessen sein.
Penders: Die Intensität im Training ist eine andere, jeder gibt mehr als 100 Prozent, haut sich richtig rein. Weil er weiß: Das sind die Partien, für die man Basketball spielt.
René Penders, Sie sind ein BSV-Urgestein. Am Freitag spielen sie zum ersten Mal in ihrem Leben gegen Wulfen. Was wird Sie in der Halle erwarten?
Penders: Ein paar Buh-Rufe werden schon dabei sein (lacht). Aber das nehme ich niemandem krumm, solange keine Grenze überschritten wird. Ich werde ganz locker ins Spiel gehen und hoffe, dass ich einen guten Tag erwische.
Wie würden Sie einen Sieg in Wulfen feiern?
Penders: Ich würde mich natürlich freuen, mich aber respektvoll verhalten. Ich würde ganz sicher nicht vor den BSV-Fans herumhampeln.

Christian Marquardt, Sie sind 2014 von der BG Dorsten zum BSV Wulfen gewechselt. Was ist der größte Unterschied zwischen beiden Vereinen?
Marquardt: Einen großen Unterschied gibt es nicht. Die Vereine sind sich näher als sie denken, weil sie familiäre Strukturen haben und die Leute mit viel Herzblut für ihren Klub arbeiten.
Penders: Das sehe ich ähnlich. Das ist ein bisschen wie bei Schalke und Dortmund im Fußball. Nur die Farben sind unterschiedlich.

Sie sind ehemalige Teamkollegen und haben auch schon gegeneinander gespielt. Was ist die größte Stärke des jeweils anderen?
Penders: Christian ist unfassbar bissig und gibt immer 120 Prozent. Ich kann mich an kein Training erinnern, in dem das nicht so war. Außerdem ist er verdammt flink auf den Beinen.
Marquardt: Rene kann in einen Modus kommen, in dem er einfach nicht mehr daneben werfen kann. Er läuft unfassbar heiß und ist dann nicht mehr zu stoppen. Das darf am Freitagabend nicht passieren.
Was war Ihr persönliches Derby-Highlight bisher?
Marquardt: Das Spiel in Dorsten im März 2013 in der 2. Bundesliga, als Blake Poole mit zwei verwandelten Freiwürfen die Verlängerung erzwungen hat und wir mit der BG am Ende gewonnen haben. So voll habe ich die Juliushalle nie wieder gesehen, der dramatische Spielverlauf passte zu so einem wichtigen Spiel.
Penders: Mein Derby-Highlight war das Spiel in Dorsten vor zwei Jahren, als ich der Topscorer war. Als Wulfener den BSV zu einem Derbysieg in Dorsten zu führen – da ist schon ein kleiner Traum für mich in Erfüllung gegangen.
Christian Marquardt, der BSV ist mit zwei Siegen gestartet. Was können die Fans in dieser Saison von Wulfen erwarten?
Marquardt: Es ist noch viel zu früh, eine Prognose abzugeben. Wir sind noch lange nicht am Limit und können uns taktisch und spielerisch noch steigern. Wir werden nicht noch einmal so eine Saison wie die letzte erleben, als wir sogar ein bisschen im Abstiegskampf steckten.
René Penders, die BG hat beim Sieg in Grevenbroich ihre Qualitäten gezeigt. Welches Ziel hat sich die Mannschaft gesetzt?
Penders: Wir haben uns auch keine konkrete Platzierung vorgenommen. In der Liga ist jede Mannschaft schlagbar. Ich bin davon überzeugt, dass wir viele Mannschaften richtig ärgern können. Und wir wollen natürlich vor dem BSV landen.
Also doch noch eine kleine Kampfansage vor dem Derby...
Penders: Ein paar Frotzeleien gehören natürlich dazu. Viele Spieler der beiden Vereine kennen sich gut, wir schreiben schon die ganze Woche hin und her.
Gibt es auch schon Wetten?
Marquardt: Bis jetzt noch nicht. Ich würde aber auch nicht wetten, weil ich fast immer verliere...
Letzte Frage: Warum gewinnt ihr Verein das Derby?
Penders: Weil wir eine harte, aggressive Defense spielen und offensiv sehr flexibel sind. Wir werden alles reinhauen und die Prozente mehr aufs Feld bringen, die am Ende vielleicht entscheidend sind. Aber der BSV Wulfen ist leicht im Vorteil, weil er ein Heimspiel hat.
Marquardt: Natürlich, schieb uns ruhig die Favoritenrolle zu (lacht). Aber wir werden tatsächlich gewinnen, weil wir extrem breit aufgestellt und deshalb unberechenbar sind. Bei uns könnte jeder Spieler heute Abend der Topscorer sein.
Das Derby beginnt heute Abend um 20.30 Uhr in der Wulfener Gesamtschulhalle.

Weitere Informationen finden Sie auf den beiden Sonderseiten in unserer heutigen Ausgabe.

 
Zum Anfang

Unsere Sponsoren

Facebook

Besuchen Sie uns auch auf

DBB

Um mehr über den Deutschen Basketball Bund zu erfahren, klicken Sie hier .....

WBV

Weitere Info's zum Westdeutschen Basketball Verband finden Sie hier .....

Regionaliga West

Alle weiteren Informationen zur 1.Regionalliga West finden Sie hier .....

Kreis Emscher-Lippe

Mehr über Basketball im Kreis Emscher-Lippe erfahren Sie hier .....