• 25. Januar 2026

Zwei Mal Overtime – mit Mühe und Glück bleibt die Weste weiß

Zwei Mal Overtime – mit Mühe und Glück bleibt die Weste weiß

Zwei Mal Overtime – mit Mühe und Glück bleibt die Weste weiß 819 1024 BG Dorsten

Eigentlich ist die Geschichte des gestrigen Herrenspiels gegen die ETB Miners Essen 2 schnell erzählt, denn eigentlich hat gestern nicht viel zusammen gepasst und eigentlich wäre eine Niederlage durchaus berechtigt gewesen. Aber im Basketball ist auch an Tagen wie gestern dann doch wieder alles möglich und daher bewahrt unser Team nach zweifacher Overtime mit 85:83 trotz allem seine weiße Weste in der Juliushalle.

Das Spiel begann zunächst gut für unser Team. Über 13:8 (6.) und 18:12 (10.) setzte es sich bis zur 14. Minute auf 31:16 ab. Doch bereits an dieser Stelle zeigte sich, dass die Offense gestern eher Stückwerk und quotentechnisch wenig von Erfolg gekrönt war. Dario Stojanovski verrannte sich zu oft in uneffektiven Dribbelalleingängen und Zy Wingfields Quote lag gut bewacht durch die Essener Defense weit unter seiner Norm.
Das Spiel begann zu kippen und man wünschte sich eine ordnende Hand auf dem Aufbau, die die Ausfälle von Felipe Galvez Rodriguez und Andreas Altekruse kompensieren könnte. Weil diese fehlte und erfolgreiches Teamplay in Offense und Defense Mangelware war, verkürzte Essen bis zu Halbzeit auf 34:27.

Nach der Pause konnte sich unser Team zwar erneut auf 51:35 (17.) absetzen, zerfiel dann aber wieder in der Defense und erlaubte somit Essen ein ausgeglichenes Viertel (53:46, 30.). Im letzten Abschnitt lief dann gar nichts mehr zusammen und die Gäste gingen mehr oder weniger ungehindert mit 54:55 (33.) in Führung. Beim 63:68 (10.) glaubte eigentlich niemand mehr an den BG-Sieg. Doch beim Stand von 65:68 wurde Zy Wingfield 0,2s vor dem Ende unsportlich beim Dreier gefoult und versenkte alle Freiwürfe eiskalt zur Overtime. 

Hier ging unser Team zunächst 76:70 (44.) in Führung nur um dann Essen wenig später den Dreier zum 76:77 (35.) zu gewähren. Tim Müller erhielt im Anschluss zwei Freiwürfe versenkte immerhin einen zur zweiten Overtime. Auch hier konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Insbesondere bei uns hagelte es vertane Chancen in der Offense. Doch am Ende versenkte Zy Wingfield endlich einen erlösenden Mitteldistanzwurf zum 85:83-Endstand.

„Ich kann zwar nicht sagen, dass wir den Sieg nicht verdient haben, aber über eine Niederlage hätten wir uns auch nicht beschweren dürfen. Selten hatten wir so unterschiedliche Phasen in einem Spiel. Entweder waren wir wirklich gut oder katastrophal. 
Am Ende ist es dann auch eine Heldentat von Zy, der die wichtigsten Freiwürfe der Saison trifft und uns in die erste Overtime rettet. Dort sind es dann natürlich Kleinigkeiten, die den Unterschied machen und das nötige Glück.“

Punkte: Müller 7, Bogdan 11/1, Ramosaj 7/1, Archer, Stojanovski 16/1, Severing 16/2, Sudhoff, Lehrke, Mathes 3, Kusch 3/1, Wingfield 22.